Zusammenarbeit zwischen LEH und Anbauverbänden: Chancen und Risiken liegen eng beieinander

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Wenn aus reiner EU-Bio-Ware Verbandsware wird, bedeutet dies grundsätzlich eine Qualitätssteigerung. Die Verbände werden so sichtbarer, zumal ein großer Teil des schon bestehenden Sortiments im Handel ohnehin schon Verbandsqualität hatte, ohne dass es zuvor gekennzeichnet war. Mit Bioland, Demeter und zukünftig auch Naturland bietet Kaufland eine große Vielfalt, hat aber auch die Möglichkeit die Verbandswarenzeichen und damit die Anbauverbände gegeneinander auszuspielen, denn es erscheint im höchsten Maße unwahrscheinlich, dass Kaufland künftig das gleiche Produkt in drei unterschiedlichen Verbandsqualitäten anbietet. Momentan stehen die Anbauverbände in einem intensiven Vermarktungswettbewerb und melden jede neue Zusammenarbeit mit einer Lebensmittelkette verständlicherweise als großen Erfolg. Wenn es jedoch Produkte mehrerer Anbauverbände in praktisch allen Lebensmittelketten gibt, verlieren sie an Bedeutung und Strahlkraft, zumal der jeweiligen Lebensmittelkette am Ende ihre Eigenmarke am wichtigsten ist. Chancen und Risiken liegen also sehr eng beieinander.

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